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Das perfekte Outfit für euer Fotoshooting.

Die Location ist ausgewählt, und jetzt geht es darum, zu schauen, was ihr beim Fotoshooting am besten anzieht, um schöne Bilder zu bekommen. Während es keine in Stein gemeißelten Regeln gibt, findet ihr im Folgenden dennoch ein paar Anregungen und Gedanken, die bei der Outfitwahl helfen.

1) Seid (nicht) ihr selbst!

Ein Fotoshooting ist dafür da, um euch im wahrsten Sinne des Wortes ins beste Licht zu rücken. Bei einem Hochzeitsshooting ist die Kleiderwahl schon getroffen. Bei einem Engagement- oder Paarshooting könnt ihr eure Lieblingskleidung tragen, die ihr immer gerne tragt, oder ihr schlüpft ganz bewusst in ein für euch außergewöhnliches Outfit. So oder so: Wichtig ist, dass ihr euch in eurem Outfit wohl fühlt. Es werden eure Bilder sein, und man sieht es euch an, ob ihr Spaß hattet oder nicht. Also seid an diesem Tag die Personen, die ihr später auf den Bildern sehen möchtet.


2) Stil hat man …

Nun könnt ihr verschiedene Ansätze wählen: Wollt ihr lieber elegant und chic auf euren Bildern wirken oder leger zeitlos? Es gibt Bilder, an denen man das Jahr ablesen kann, weil jemand einen Bubble Tea in der Hand hält oder in bester John-Travolta-Manier ein Hemd mit Disco-Kragen trägt. Denkt also daran, dass ihr eure Fotos auch in ein paar Jahren noch sehen möchtet und vermeidet vielleicht lieber zu modische Trends. Manche sagen, dass "Partnerlook" out ist, es ist eher wichtig, sich bewusst zu entscheiden, ob ihr das möchtet. Was in jedem Fall gilt, ist, dass ihr eure Looks aufeinander abstimmen solltet. Hoodie auf der einen Seite und schicke Lederjacke auf der anderen wird nicht so gut passen.


3) Immer in Bewegung!

Die Zeiten, in denen alle für das Foto stillstehen und in die Kamera grinsen mussten, sind zum Glück vorbei. Um lebendige Bilder zu bekommen, ist Bewegung ein tolles Mittel. Zudem macht es mehr Spaß, wenn ihr lauft, springt, klettert, tanzt… Daher sollte eure Kleidung auch bequem sein und so sitzen, dass ihr euch gut bewegen könnt, ohne Angst zu haben, dass die Hose reißt wie in einem Charlie-Chaplin-Film. Besonders Kleider und Haare sehen toll aus, wenn sie im Wind und durch Bewegung nicht nur herunterhängen, sondern mit wehen. Zudem kann dies auch tolle Lichteffekte geben, wenn die Sonne durch ein lichtdurchlässiges Kleid scheint. Berücksichtigt auch, ob ihr entspannt auf einer Wiese sitzen oder über einen Baumstamm klettern könnt, oder ob ihr dann Angst um eure Kleider habt.

4) Große Logos und Prints

Als ich zur Kunsthochschule ging, habe ich sie geliebt: T-Shirts mit lustigen, smarten Aufdrucken. Für euer Fotoshooting sind diese, wie auch Kleidung mit großen Logoaufdrucken, aber keine gute Wahl. Sie ziehen im fertigen Bild zu viel Aufmerksamkeit auf sich und lenken vom eigentlichen Motiv, euch in einer tollen Umgebung, ab. Also ganz simpel: Lasst solche Klamotten lieber im Schrank! Das Gleiche gilt auch für zu auffallende Sportschuhe – sie sollten daheim bleiben. Ein gemustertes Kleid kann allerdings ein schönes Detail sein, und es kann auch spannend aussehen, wenn das Muster sich zum Beispiel auf der Krawatte des Anzugs des Mannes wiederfindet.


5) Das Chamäleon passt sich seiner Umgebung an

Bei der Auswahl eures Outfits solltet ihr nicht zuletzt auch an die Umgebung denken, die wir für euer Shooting ausgewählt haben. Genau wie das Chamäleon solltet ihr euch dieser anpassen, nur mit einem entscheidenden Unterschied: Während unser kaltblütiger Freund unsichtbar sein möchte, wollt ihr harmonisch in die Kulisse passen, aber dabei herausstechen. Ein weißes Kleid im Schnee oder ein grünes Kleid im Wald bieten erst einmal keinen guten Kontrast. In Jeans und Sneakern vor der Oper: Auch dafür fällt mir erstmal keine gute Begründung ein. Ebenso sind hohe Absätze auf einer Wiese oder im Sand eher unpraktisch, es sei denn, ihr wollt sie direkt wieder ausziehen und als Accessoire in der Hand tragen und dann barfuß weitergehen.


6) Alle Farben

Schon Goethe befasste sich mit der Wirkung von Farben, und viele nach ihm haben diverse Bücher darüber geschrieben. So gibt es verschiedene Ansätze bei der Farbwahl. Ziel ist es aber immer, eine Harmonie zu finden. Dies kann durch komplementäre Farben wie Blau und Orange oder Rot und Grün passieren, aber auch durch analoge, also recht ähnliche Farben. Eine gewisse Spannung kann nie schaden: "Fire and Ice" klingt direkt nach Leidenschaft, während "Eis auf Eis" ein bisschen kühl wirkt. Was definitiv nicht passt, ist eine Kombination aus Pastelltönen und knalligen Farben – lieber bei einer Richtung bleiben. Neontöne sind auch nicht zu empfehlen, da sie fast immer störend wirken.


7) Wind, Wetter und die Jahreszeit

Das sei auch noch erwähnt: Natürlich passt es im Winter, im Schnee einen dicken Mantel zu tragen. Wir sind eine Weile draußen unterwegs, und so sollte das Outfit auch Jahreszeit und Wetter entsprechen. Das gilt sowohl aus der Sicht des Komforts als auch aus gestalterischer Perspektive. Eine Winterjacke am Strand im Sommer: Ich glaube das passt eher nicht!


8) Mit Schirm, Charme und Melone

Im Idealfall habt ihr eure Hände schon irgendwo umeinander geschlungen. Manchmal kann aber auch ein schönes Accessoire dem Fotoshooting das gewisse Extra geben: Blumen, Regen- oder Sonnenschirm, ein toller Hut? Wenn es zum Outfit und zur Umgebung passt, warum nicht? Die Braut hat in der Regel ihren Strauß in der Hand, bei einem Paarshooting ist das Accessoire optional.


9) Wehende Haare und Make-up

Zuvor schon erwähnt: Haare können wunderbar im Wind flattern oder in der Bewegung schwingen. Vielleicht möchtet ihr sogar nochmal vorher zum Friseur? Ein spezielles Styling ist aber in der Regel nicht nötig. Es lohnt sich aber nochmal den Bart zu trimmen – Fotokameras sind sehr hochauflösend. Die Wahl des Make-ups entspricht natürlich dem gewählten Outfit. So oder so ist ein leichtes Tages-Make-up empfehlenswert, um ein paar rote Stellen zu kaschieren.

10) Timing ist alles

Was auch immer ihr anziehen möchtet, wie auch immer ihr euch stylen möchtet: Denkt daran, rechtzeitig zu planen. Breitet die Sachen aus, legt sie nebeneinander, so wie ihr sie auch beim Shooting kombinieren würdet, und macht Handyfotos zum Vergleich. Am Vorabend noch schnell waschen? Es gibt zwar Waschmaschinen, die auch schon trocken können, aber wozu der Stress? Legt die Sachen lieber rechtzeitig schon bei Seite, damit sie nicht doch versehentlich am Shooting-Tag in der Wäsche gelandet sind. Wollt ihr speziell für das Shooting noch ein Outfit bestellen? Denkt an Lieferzeiten und dass möglicherweise nicht direkt die richtige Größe geliefert wird. In jedem Fall kann es auch gut sein, die Sachen schon mal einzutragen, um zu sehen, ob sie wirklich gut sitzen und ihr euch darin wohl fühlt.


11) Wir müssen reden

Wenn ihr immer noch unentschlossen seid: Fragt mich! Im Dialog lässt sich das Meiste klären. Schickt mir gerne Fotos von euren möglichen Outfit-Kombinationen. Im Zweifel könnt ihr auch mehrere Outfit-Optionen mitbringen.


Ich wünsche euch viel Spaß bei eurer kleinen privaten Vorab-Modenschau!

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